Am Anfang der Aufgabenstellung,
steht jede Rolle mit ihrem eigenen Charakter:
Daphne, mit ihrer Naivität und Willensstärke.
Katherine, mit ihrer Verzweiflung und Stärke.
Ursula, mit ihrer Boshaftigkeit und Hinterlistigkeit.
Mildred, mit ihrer Erhabenheit und ihrem Gerechtigkeitssinn.

Das Ende und Ziel meiner Projektarbeit war es, diese Charaktereigenschaften
für die Zuhörer hervorzuheben und hörbar zu machen.
Ich lernte, dass viel mehr dazu gehört, eine Szene zu synchronisieren.
Es reichte nicht aus, den Text einfach vorzulesen.
Nein.
Man muss ihn Spüren.
Man muss zu dieser Rolle werden und sich ihr

und dem Text vollkommen hingeben.
Man muss zwischen den Zeilen lesen, denn das
gesprochene
Wort sagt mehr aus, als nur den informellen Inhalt.

Dieser Herausforderung galt es sich zu stellen.
Ich merkte, wie ich meinen Körper zur jeweiligen Szene bewegte,
wie ich meine Mimik und Gestik dem gesprochenen Wort anpasste,
wie ich… schauspielerte.
Ich synchronisierte sie nicht nur,
ich synchron-schauspielerte sie!
Letztendlich wird mir diese Erkenntnis für all meine weiteren
Projekte als große Stütze dienen, egal für welche Branche.

Das Ende:
Ein Zufall brachte mich dem professionellen Sprechen näher.
Und dafür bin ich so unendlich dankbar!

Ich bin den Dozenten Manuel, Nina und Sandra und der POP sehr dankbar.
Dankbar, für die inspirierenden Unterrichtseinheiten.
Dankbar, für die Höhen und Tiefen, denn diese haben mich selbstständig gemacht.
Dankbar, für die schöne Zeit und für meine tollen Kommilitonen und Freunde.

Vor allem aber bin ich dankbar, für die neue Leidenschaft, die in mir entfacht wurde. 

Auch wenn die Sprecher-Ausbildung bei der deutschen POP nun zu Ende ist,
für mich ist dies erst der Anfang!